Waldarbeiten starten in die zweite Halbzeit.

Nach einer zweimonatigen Sommerpause trafen sich die Waldarbeiter des Aktiven Alters von Egerkingen wie gewohnt beim Werkhof. Nachdem der Tagesablauf besprochen und das Material verladen war, verschoben sich die drei Gruppen an ihre Arbeitsplätze. Als Hauptaufgabe standen Arbeiten an der Jakobsleiter auf dem Programm. Die vergangenen Gewitter mit wolkenbruchartigen Niederschlägen schwemmten immer wieder loses Grien auf den Wegen talwärts und verursachten Schäden in Form von Rinnen und ausgewaschenen Wegabschnitten. Diese galt es zu planieren und auszubessern. Ebenso nagten Hitze, Kälte und Feuchtigkeit der letzten Jahre an den Stufentritten, welche von Zeit zu Zeit ersetzt werden müssen. Schliesslich mussten bei einigen (zu) hohen Treppenstufen zusätzliche Tritte eingebaut werden. Nun kann die Jakobsleiter wieder sicher und etwas angenehmer in beide Richtungen begangen werden. Bei rund 30 Grad Celsius im Schatten sind wiederum viele Schweisstropfen geflossen.

Ganz wichtig für unser Team ist die Logistikgruppe, welche für das Mittagessen – mit Bratwürsten und Hörnlisalat, Kaffee und Kuchen bei einer der schönen Grillstellen – und den Getränkehaushalt verantwortlich zeigt. Das Wasser wurde am Nachmittag etwas knapp, was aber der Leistung keinen Abbruch tat.

Die dritte Gruppe, eine mobile Einheit, erledigte diverse Arbeiten an verschiedenen Plätzen, so beim Ausschneiden und Putzen der Grillstellen, beim Erneuern eines Podestes bei einer Sitzbank und beim Verankern einiger Pfähle des Solothurner Waldwanderweges.

Es ist also wieder Einiges gegangen heute, droben im Berg. Komplimente haben wir bereits vor Ort von einer Wandergruppe und einem Ehepaar entgegennehmen dürfen. Als wir ihnen dann Schaufel und Pickel zum Mitarbeiten angeboten haben, lehnten sie verständlicherweise dankend ab. Wir freuen uns sehr darüber, wenn unsere Arbeiten wahrgenommen und geschätzt werden. Die Verbesserungen sollen nicht nur optisch wirken, sondern auch dem Wanderer und Berggänger eine gewisse Sicherheit verleihen, sowie den Weg vor dem Ausmergeln schützen. Somit ist der eigentliche Zweck erfüllt.
Zum Schluss noch ein Novum: Nach dem Mittagessen liessen wir eine alte Tradition neu aufleben, indem wir bei Kaffee und Kuchen ein paar „Lumpeliedli“ zum Besten gaben. Auch wenn die einzelnen Stimmen noch nicht ganz rein tönten, möchten wir doch beim nächsten Arbeitstag diesen schönen Brauch weiterleben lassen. Ich danke allen fürs Mitarbeiten und … fürs Mitsingen.

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Waldarbeit Do. 17.8.17
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