Arbeitsort Höchi Flue auf 966 m.ü.M.

Um halb neun Uhr besammelten sich 16 Mitglieder des Vereins „Aktives Alter“ Egerkingen bei der alten Mühle zum Arbeitstag auf der „Höche Flue“, 966 m über Meer hoch über unserem Dorf. Die Stimmung war locker, eine gewisse Anspannung war jedoch zu spüren. Motivation und Wille, etwas zu bewegen, waren vorhanden und das Wetter spielte, im Moment jedenfalls, zum Glück auch mit. Folgende Tagesziele habe ich mir für heute ausgedacht: 1. Abbau der bestehenden Sitzbank auf dem Felsen. Erstellen einer neuen, 3 Meter langen Sitzgelegenheit samt Podest, aufgefüllt mit Grien. 2. Saubere Planie beim nahe gelegenen Brötliplatz erstellen, die Tisch / Bankgarnitur neu setzen sowie die Feuerstelle erneuern. Die Aufgaben waren also verteilt, es hiess nun anpacken und loslegen.

Als erstes musste alles Material sowie verschiedene Werkzeuge vom Depot unter der Flue auf die Krete hinauf gebracht werden. Etwa 8 Kubikmeter Grien warteten ebenfalls auf den Transport nach oben. Dazu konnten 2 Hukis (Motorkarretten) eingesetzt werden, die uns eine Riesenarbeit abgenommen haben. Auch der Verlad auf die genannten Fahrzeuge konnte dank der Unterstützung des Werkhofes Egerkingen mit einem kleinen Bagger bewerkstelligt werden. Ohne diese technischen Hilfsmittel wäre es wohl unmöglich gewesen, das Projekt überhaupt zu realisieren. Nun begann die eigentliche Knochenarbeit auf den beiden Arbeitsplätzen.

Es galt, die vorgesehenen Podeste von Steinen, Humus und Holz zu befreien und diese mit Gerüstbrettern und Eisenstangen einzurahmen. Anschliessend wurden die Plätze planiert, mit Grien aufgefüllt sowie mit der Fibroplatte verdichtet. Dazu wurden ca. 6 Kubikmeter Grien auf der steilen Fahrrinne auf die 2 Plätze transportiert und verteilt. Viele Schweisstropfen sind dabei geflossen und es galt immer wieder, die verlorene Körperflüssigkeit auszugleichen und mit Wasser zu ersetzen. Dies ist uns allen gut gelungen, hatten wir doch ausser kleinen Schnittwunden keine medizinischen Fälle zu behandeln.

A propos Betreuung: Ein paar aggressive Bienen, herstammend von einem angeflogenen Schwarm am Flue-Häuschen liessen unsere Arbeiten teilweise ganz einstellen. Das Resultat waren mehrere Stiche vorwiegend im Gesicht und am Kopf der Teilnehmer, die behandelt werden mussten, für die Betroffenen eine unangenehme und schmerzhafte Angelegenheit. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt, konnten wir doch zum Mittagessen ein feines Risotto mit einer gegrillten Bratwurst geniessen. Ein herzliches Dankeschön der fleissigen Kochequipe vor Ort für die köstliche Verpflegung! Gegen 15.30 Uhr konnten die letzten Arbeiten wie Holz hacken, Fotos schiessen, Arbeitsplatz aufräumen usw. abgeschlossen werden.

Es blieb nun noch etwas Zeit, nach getaner Arbeit in Musse zusammen zu sitzen und ein Gläschen zu genehmigen. So ging ein intensiver Arbeitstag mit dem besten Dank an alle Beteiligten, es waren 5 Frauen und 11 Männer bis ins hohe Alter 80! im Einsatz, zu Ende. (PAE)

 

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4. Arbeitstag
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