«Champignon – ein köstliches Nachtschattengewächs».

Immer wieder isst man sie, die weissen und braunen Champignons. Man liebt sie als Toast, an einer feinen Rahmsauce, roh an einem Salat, gefüllt, umwickelt, frittiert, gekocht, gebraten oder anderen Zubereitungsarten. Je dunkler die Färbung, desto aromatischer ist sein Geschmack. Sie sind ausgesprochen kalorienarm, reich an Eiweiss, den Vitaminen der B-Gruppe und an Mineralstoffen, stärken das Wachstum, fördern die Durchblutung und wirken «Stress» entgegen.Champignons können einige Tage kühl, sonnen- und zugluftgeschützt, aber nicht luftdicht abgeschlossen gelagert werden. Sie können auch aufgewärmt werden, aber mindestens auf 70 Grad. Ebenfalls ist eine Konservierung möglich im Tiefkühler oder durch Trocknen. Die Frische der Champignons erkennt man am geschlossenen Pilzhut.

Aber nur wenige wissen, wie die Pilze wachsen und produziert werden.

Schon nach der gegenseitigen Begrüssung galt es in einer ersten Herausforderung, die Teilnehmenden mathematisch aber unter Berücksichtigung der Platzverhältnisse auf die einzelnen Fahrzeuge zu verteilen. Nach der zügigen Fahrt über die Autobahn sind schlussendlich alle schön hintereinander bei Suter Champignon AG in Frick eingetrudelt.

Diese Champignon-Zucht wird bereits in der dritten Generation betrieben. Daniel Suter hat sie 1992, also vor 26 Jahren, von seinem Vater übernommen. Mittlerweile arbeitet auch sein Sohn Thomas in der Firma.

Die Zucht ist Handarbeit

Die Produktion erfolgt im 7-Tages-Betrieb mit 27 Mitarbeitende in Teilzeit. Speziell ist, dass hievon 60 % bereits 10 und mehr Jahre dabei sind.

Zuerst führte uns Frau Cécile Suter verbunden mit interessanten Erklärungen durch verschiedene Produktionsräume. Anschliessend erzählte Herr Daniel Suter über das Unternehmen als solches und gab uns noch detailliertere Ausführungen bezüglich Anforderungen und Auflagen an eine Champignon-Zucht.

Jede Woche werden 25 Tonnen durchwachsenes Substrat (Nährboden) geliefert und angelegt. Das Substrat besteht aus einem gepressten Gemisch aus Stroh und Pferdemist und ist bereits mit Pilzsporen in infizierten Getreidekörnern geimpft. Auf diese Grundlage kommt dann noch eine Schicht Deckerde. Die Zucht muss laufend genauestens überwacht werden hinsichtlich Temperatur, Erdmischung, Wasser, Feuchtigkeit, Frischluft.

Nach einer rund 3-wöchigen Aufzucht wird von Hand und mit Handschuhen während 4 – 6 Tagen geerntet. Auf diese Weise kann eine Sortierung nach Grösse vorgenommen werden.

Wöchentlich werden rund 6 Tonnen gepflückt, wobei der Samstag der schwächste Tag ist aufgrund der geringen Nachfrage am Sonntag. Geliefert wird an die Grossverteiler und die Gastronomie in der Nordwestschweiz. Im Zyklus von 4 Wochen wird jeweils eine Kultur ausgetauscht und neu angesetzt.

 

Bei einem gemütlichen Apéro gab es die Gelegenheit Champignons als Ragout, herrlich im Speckmantel gebraten oder als Häppchen als Muss zu kosten und zu geniessen. Dabei konnten neben kurzweiligen Gesprächen auch noch offene Fragen geklärt werden.

Nach der Verarztung eines lockeren Kotflügels – nur Insidern bekannt – gings zurück nach Egerkingen. Dabei erwies sich, dass die Fahrt über die Autobahn nicht unbedingt schneller ist als die von einigen gewählte Route über Land.

Im Motel wurde der interessante Ausflug noch mit einem gemütlichen Feierabend-Bier besiegelt.

Ein recht herzliches «Danke schön» an Erika Schenker für die Organisation.

 

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Champignon 21.6.2018
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